Rotes Kreuz Groß-Enzersdorf - Aktuelles


Betreutes Reisen - Im Rahmen des Betreuten Reisens Groß-Enzersdorf führt uns die erste Fahrt im Frühling 2012 zu den Marchfeldschlössern Orth/ Donau und Schloss Hof. Am Sonntag, dem 22. April 2012, können Sie hautnah Habsburgergeschichte erleben. Ein Niederflurbus bringt uns bequem zu unseren Zielen. Ehrenamtliche Betreuer stehen Ihnen während der gesamten Zeit für Hilfestellungen zur Verfügung.

Foto: Reise ins Regierungsviertel St. Pölten 2011

Information und Anmeldung bei Teamleiter Anton Altmann unter 0664/ 38 000 40.


Bewegung bis ins Alter – Bewegung zum Wohlfühlen
NEUE Dienstleistung an der Bezirksstelle Groß-Enzersdorf

Das Bewegungsprogramm des Österreichischen Roten Kreuzes


In unseren „Bewegung zum Wohlfühlen“-Kursen treffen sich regelmäßig vorwiegend ältere Menschen (60+), die ihre körperliche und geistige Beweglichkeit trainieren und erhalten möchten. Bei den Übungen werden einfache Spiele mit Gedächtnistraining verbunden um so beide Ebenen zu fördern.

Wenn Sie gerne unter Menschen sind und sich in gemütlicher Atmosphäre wohl fühlen, werden unsere Kurse genau das Richtige für Sie sein! Laden Sie auch jemanden aus ihrer Familie oder ihrem Freundeskreis ein mitzukommen.

Die Einheiten dauern 1 Stunde und finden in 2-wöchentlichen Abständen samstags von 9:30 - 10:30 Uhr statt.

Genauere Auskünfte über das Kursangebot erhalten Sie bei unserer diplomierten Körperbewusstseinstrainerin Cornelia Motycka unter 0676 / 954 92 26 oder an unserer Bezirksstelle.


Schmerztherapie - Implantation eines Neurostimulators durch OA Dr. Wohak


Schmerz als Krankheit, nicht als Symptom, das klingt für viele Menschen immer noch befremdlich, kennen sie doch Schmerz nur im Zusammenhang mit einer konkreten Erkrankung oder Verletzung.

Schmerz als Warnsignal

Akute Schmerzen setzen ein, wenn beispielsweiseein Knochen gebrochen ist, unsere Haut verletzt wurde oder ein Herzinfarktdroht. Sie stellen ein Warnsignal unseres Körpers dar. Ist die Ursache des Schmerzeserkannt und behandelt, verschwindet der Schmerz – er hat seine Aufgabe erfüllt, unsauf eine Gefahr hinzuweisen.


Chronischer Schmerz

Bei der Entstehung chronischer Schmerzen wird der Schmerz zum eigenständigen Krankheitsbild, bei dem neben körperlichenStörungen auch Veränderungen im psychosozialenBereich eine große Rolle spielen.

Therapeutische Optionen:

Ein wesentlicher Aspekt in der Behandlung chronischer Schmerzpatienten ist die Vertrauensbildung. Dazu gehört nicht nur Zeit für ein persönliches Gespräch, sondern auch die Option, dem Patienten ein breites Therapieangebot anbieten zu können. Dieses geht weit über Möglichkeiten von niedergelassen Ärzten hinaus und beinhaltet nicht nur technische Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten, sondern auch die notwendige psychische Betreuung und resozialisierende Maßnahmen. Spezialzentren für Schmerztherapie wie am KH der Barmherzigen Brüder in Wien bieten bereits ein breites Spektrum in diesem Bereich an. Moderne Konzepte der Schmerztherapie sehen ambulante, tagesklinische und stationäre Behandlungen komplexer Schmerzsyndrome sowie die Bildung von Netzwerken mit niedergelassenen Ärzten vor. Hier kann eine engmaschige Betreuung der Patienten in Zusammenarbeit mit dem Schmerzzentrum gewährleistet werden, wobei auch speziell auf Patienten mit besonderen Lebensumständen, wie Menschen mit Migrationshintergrund oder Behinderte Rücksicht genommen werden kann.

Das wesentliche Merkmal von Schmerzzentren ist das komplexe Angebot an therapeutischen Verfahren vereint mit der Kompetenz von Fachärzten und Psychologen mit spezieller Ausbildung im Bereich Schmerz. In Abhängigkeit der Schmerzkrankheit und des Grades der Chronifizierung können auch multimodale Behandlungen als Ergänzung zu Medikamenten und invasiven Methoden angeboten werden. Diese haben das Ziel, die Fähigkeit der Betroffenen zur Schmerzbewältigung zu verbessern. Dies umfasst die Lebensqualität in den Bereichen Familie, Freizeit und Arbeit. Die Patienten erlangen Fertigkeiten, um ihre Schmerzen besser beeinflussen zu können und unabhängiger von anderen Hilfen (z.B. Schmerzmedikamenten) zu werden.

Die Behandlung im Detail (mit Bildern dokumentiert...)

Die Basis aller schmerztherapeutischen Strategien stellt das Behandlungsschema der WHO dar. Es werden in Abhängigkeit von der Schmerzintensität ähnlich einer Pyramide Medikamente unterschiedlicher Wirkweise- und Intensität verabreicht. Auch innerhalb der Medikamentengruppen gibt es verschiedene Substanzen und Anwendungsarten, um z.B. Alter, Nebenerkrankungen und Unverträglichkeiten zu berücksichtigen.
Neben dieser Medikamentenpyramide, die von einfachen Rheumamitteln über Antidepressiva bis zu den Opiaten (in Form von Tropfen, Kapseln aber auch Pflastern) reicht, werden zusätzliche Maßnahmen erforderlich.
Speziell chronische Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates – mit Abstand die häufigste Form – und Kopfschmerzen sind nur in beschränktem Maß ausschließlich medikamentöser Therapie zugänglich. Ebenfalls begrenzt wirken Medikamente bei speziellen Schmerzformen und Erkrankungen wie Peripherer Arterieller Verschlusskrankheit, CRPS nach Verletzungen, Angina pectoris und bei Tumorschmerzen. Hier bestehen neben dem Schmerz oft auch funktionelle Einschränkungen eines Armes oder Beines, die durch invasive oder operative Schmerzbehandlung deutlich verbessert werden können.
In vielen Fällen liegen bei den Patienten unbemerkte oder auch unbeachtete Ursachen für ihren Schmerz vor, die in einem interventionell tätigen Schmerzzentrum behandelt werden können. Die alleinige Verabreichung von Medikamenten sollte nicht das Ziel sein, sondern nach Möglichkeit eine – zumindest teilweise – Behebung der auslösenden Ursache, wie zum Beispiel

- Wirbelkörpereinbruch: dieses meist bei Osteoporose auftretende Problem
- Ozonnukleolyse bei Bandscheibenvorwölbungen
- CT-gezielte Nervenwurzelinfiltration bei Bandscheibenschäden

Speziell chronische Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule aber auch bei Gefäßerkrankungen (Periphere Verschlusskrankheit, CRPS, Thrombangitisobliterans, Angina pectoris) mit Schmerzen in Armen, Beinen und der Brust stellt bei Versagen der medikamentösen Behandlung die Therapie mit Elektroden zur Stimulation entweder spezieller Bahnen des Rückenmarks oder aber peripherer Nervenendigungen in gut eingrenzbaren Schmerzarealen eine ausgezeichnete Alternative dar.
Hier wird unter lokaler Betäubung und durch Mitarbeit des Patienten die optimale Lage der Sonden ermittelt. Ziel ist es, den schmerzenden Bereich zur Gänze mit einer für den Patienten angenehmen, kribbelnden Stimulation zu belegen. Nach einer 1 bis 2 wöchigen Testphase, die der Patient üblicherweise zu Hause verbringt, wird bei zufriedenstellendem Ergebnis ein kleiner Schrittmacher mit den Sonden verbunden und unter der Haut implantiert (wie bei Herzschrittmachern). Das System belastet die Patienten in keiner Weise, Bewegung und Reisen sind ohne Probleme möglich.
Sollte eine Stimulationstherapie auf Grund des Schmerzmusters oder der Art der Schmerzen (zB. Tumorschmerzen) nicht möglich sein, bietet sich als Alternative die Implantation eines Pumpensystems an. Hier wird ein dünner Katheter in den Wirbelkanal implantiert und über die Pumpe ein oder mehrere Schmerzmedikamente direkt zum Rückenmark abgegeben. Der Vorteil dieser Methode ist, dass ca. nur ein Hundertstel der Dosis, die mit konventionellen Medikamenten gegeben werden muss, verabreicht wird. Dementsprechend kommen Nebenwirkung sehr selten vor, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bestehen praktisch überhaupt nicht. Die Pumpe muss je nach Größe und Laufgeschwindigkeit alle 40 bis 70 Tage von einem Arzt gefüllt werden.

Die Therapiemöglichkeiten durch kompetente Therapeuten und Schmerzkliniken sind breit gefächert und die Lokalisationen und Intensität der Schmerzen variiert unter den Patienten sehr stark. Speziell bei chronischen Schmerzen und langer Behandlungsdauer kann keine pauschale Therapieempfehlung abgegeben werden. Dies wäre unseriös und würde weder dem Patienten noch der Methode nützen. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, mit dem Arzt Kontakt aufzunehmen und bei einem ausführlichen Gespräch die beste Therapieoption zu besprechen.

Kontaktadressen:

Schmerzordination OA Dr. Karl Wohak
Medicum Dr. Salehi
Fanny Mintz Gasse 3, 1020 Wien
Tel.: 01/21230005
HP: www.medicum.at

Schmerzambulanz
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Johannes von Gott Platz 1, 1020 Wien
Tel.: 01/21121-5560
HP: www.barmherzige-brueder.at

Weiterführende Informationen:

Fa. Medical Elektronics (Schmerzpumpen, Radiofrequenztherapie)
www.medical.co.at

Fa. Medtronic (Rückenmarksstimulation-SCS, Schmerzpumpen)
www.medtronic.de/erkrankungen/chronischer-rucken-und-beinschmerz/index.htm

Fa. St. Jude Medical (Rückenmarksstimulation-SCS)
www.sjm.de/Das-Unternehmen/Unternehmensbereiche/Neuromodulation

Fa. Boston Scientific (Rückenmarksstimulation-SCS)
www.bostonscientific.com

Contra Dolorem
www.schmerzinformation.org/exte/therapie.htm


Team Österreich

Wenn im Fernsehen die Bilder von Naturkatastrophen zu sehen sind und das Radio in Sonderformaten durchgehend darüber berichtet, dann entsteht stets eines: eine überwältigende Bereitschaft sofort helfen zu wollen. Nicht nur mit Geld, sondern auch mit den eigenen Händen. Doch wohin wendet man sich in so einem Fall? Wer sagt einem, wo man wie von großem Nutzen sein kann? Diese vorhandene Hilfsbereitschaft soll im "Team Österreich" kanalisiert werden. Das vom Roten Kreuz initiierte Projekt "Team Österreich" ist das erste, das diese neue Form der Nachbarschaftshilfe sinnvoll ermöglicht und professionell organisiert. Ohne dass die Teammitglieder dabei dauerhafte Verpflichtungen eingehen müssen. Mit der vom Österreichischen Roten Kreuz und Hitradio Ö3 initiierten Kampagne sollen Freiwillige gesucht und in einer Datenbank registriert werden, die bei Katastrophen und anderen spontanen Aktionen helfen möchten.

Wie Sie helfen können:

Anpacken bei einfachen, manuellen Tätigkeiten (Sortieren von Hilfsgütern, Schneeschaufeln, Aufräumungsarbeiten, Unterbringung, Kinderbetreuung, Formulare ausfüllen, Beladen von Hilfstransporten, etc.), die keine Expertise der professionellen Helfer benötigen. Zusätzlich wird es für Sie als Helfer die Möglichkeit geben, berufsspezifische Kenntnisse einzubringen (Beispiel: Elektriker, Tischler, Jurist, etc.). Damit im Notfall spontane Helfer eingesetzt werden können, wurde das Projekt "Team Österreich" entwickelt. Nur so kann Chaos verhindert werden, falls eine große Anzahl an Menschen helfen möchte.

Warum braucht Österreich das "Team Österreich" gerade jetzt?

Gute Vorbereitung - vor allem auf absehbare Ereignisse in der Zukunft - zeichnen professionelle Katastrophenhilfe aus. Extreme Wetterereignisse nehmen zu, mit ihnen steigt der Bedarf an Helfern in der Bewältigung von Naturkatastrophen. Studien zeigen: die ÖsterreicherInnen wollen helfen, aber vermehrt durch zeitlich beschränktes und projektbezogenes, freiwilliges Engagement.

Keine Rotkreuzler

Als Mitglied des "Teams Österreich" (TÖ) sind Sie nur für die Dauer ihres Einsatzes Rotkreuz-Mitarbeiter. Sie werden zwar regelmäßig kontaktiert und zu Veranstaltungen eingeladen, sind jedoch keine Freiwilliger, die regelmäßig Dienst machen muss, befördert wird oder die Sanitäter-Ausbildung beim Roten Kreuz machen muss. Anstelle der Uniform tragen Sie eine spezielle Überwurfweste mit der Aufschrift "Team Österreich".

Anmeldung und Infos: http://oe3.orf.at/teamoesterreich

Kontaktperson RK Gross - Enzersdorf Manfred Hohenbüchler toe@rkge.at